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Flaschendesign
 
 Wettbewerb, Wien  
Arch. DI Dr. techn. Gerhard Vana  
mit DI Christian Vana  



Jedes Bier hat zwei Seiten: einerseits ist es ein deftiges Erfrischungsgetränk, andererseits wird es vom Kenner bei Tisch bewußt genossen. Bier - da es eine Flüssigkeit ist - hat keine eigene Gestalt. Erst Flasche oder Glas geben dem Produkt Bier eine Form. Soll diese Form Identität vermitteln, dann scheint es erstrebenswert, daß diese möglichst bis zum endgültigen Verbrauch beibehalten wird. Der Entwurf schlägt einen Behäfter vor, der oben wie unten mit einer identen Verschlußkappe versehen ist und wahlweise an einer der Seiten geöffnet werden kann. Wird er an der Seite des Halses geöffnet, dann hat man eine Flaschenform vor sich. Am Boden geöffnet, dient der andere Verschluß als Fuß eines tulpenförmigen Glases. In beiden Fällen wird auf bekannte Formen verwiesen, die dadurch dem Konsumenten ihre Funktion auch anzeigen können. Die Form bleibt zwar bei beiden Verwendungsarten die gleiche, doch durch die Änderung der Raumlage und der Angebote, die die Form jeweils macht (gießen - trinken), ändert sich ihr Ausdruck: als Flasche entspricht sie der Nobilitierung des Getränks am gedeckten Tisch, als mächtiges Glas kann sie mit einem "kräftigen Schluck" den Durst löschen.

 
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