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"Russische Theaterkunst 1910-1936"
 
 Ausstellungsgestaltung, Wien  
Arch. DI Dr. techn. Gerhard Vana  
DI Karin Müller-Reineke  



Im Rahmen der Ausstellung "Russische Theaterkunst 1910-1936" präsentierte das Österreichische Theatermuseum in Wien erstmals seine Sammlungsbestände zu diesem Thema. Es wurden unter anderem Originalmodelle von Vladimir Tatlin, den Gebrüdern Stenberg und Alexandr Vesnin gezeigt. Zur Präsentation dieser Modelle wurden Vitrinen entworfen, die an den Stellen der Fensteröffnungen die Fassade des Museums durchdrangen. Ihre thematisch bezogene Keilform erhielten diese Schaukästen durch Parallelisierung der Seitenflächen zu den historischen Fensterlaibungen des Palais Lobkowitz (Giovanni Pietro Tencala 1685-87 und Johann Bernhard Fischer von Erlach 1709-1711), in dem das Museum untergebracht ist. Die Vitrinen nahmen jeweils die Zufälligkeit der individuellen Form der Laibung auf und setzen die an die Reliefperspektive einer traditionellen Illusionsbühne erinnernde Raumform der Nische in die themenbezogene Körperform des Keiles um. Im Inneren setzten diese Körperformen die Wandflächen über die Fensternischen fort, so dass die Präsentation der Werke durch die Gestaltung nur akzentuiert wurde.

 
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