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Das Gebäude des
KHM (Kunsthistorisches Museum Wien) ist von einer nahezu
perfekt regulären Struktur. Lediglich die Hoffassaden für
sich
betrachtet, zeigen an der Seite des Prunkstiegenhauses ein Abweichung
vom
sonst durchgehaltenen Raster. Dieses inspriert ein Spiel von
Kompositionslinien
jenseits der klassischen Ordnung und doch aus ihr resultierend, das die
Grundrisse
des Entwurfes bestimmt. So wird in Grundriss
und Querschnitt
das Volumen des Halleneinbaus in der Mittelzone minimiert. Der
Innenraum
der Halle wird durch diese Maßnahmen von zwei konvexen
Wänden
bestimmt, die als konkave Außenformen zwei seitliche
Lichthöfe
bilden, die die Verwendbarkeit der Erdgeschoßflächen soweit
als
möglich erhalten. Durch die Taillierung erhält der
Ausstellungsraum
einen sich von einer Hallenform zur Basilika fließend wandelnden
und
zurückverwandelnden Querschnitt. Er bietet die Möglichkeit
einen
Sichtbezug zu den künstlerisch gestalteten Semper‘schen
Hoffassaden
herzustellen. Über dem Dach der Ausstellungshalle bleibt der Hof
in
seiner Gesamtform erhalten. Hier befindet sich ein Terrassenbereich mit
einem
gläsernen Café.
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